Für die Beschäftigten der Stammbelegschaft der Volkswagen Group Services GmbH

Unsere Forderungen bleiben

(17.02.2021) Wieder kein Angebot der Volkswagen Group Services GmbH: Nach der zweiten Verhandlungsrunde zwischen der IG Metall und dem Arbeitgeber sind die Beschäftigten der Stammbelegschaft enttäuscht. Die berechtigten Forderungen der IG Metall liegen auf dem Tisch. 4 Prozent mehr Geld für 12 Monate und verbesserte Freistellungszeiten für die Mitglieder der IG Metall.
Statt den Forderungen mit einem wertschätzenden Angebot zu begegnen, redet das Unternehmen um den heißen Brei herum. Hinsichtlich eines Angebotes der Volkswagen Group Services GmbH kann man bisher nur feststellen: Fehlanzeige.

Der Verhandlungsführer der Arbeitgeberseite,Thorsten Falk,stellte die negativen Effekte
aus dem Jahr 2020 in den Mittelpunkt seiner Ausführungen. Er erklärte,
die Forderungen der IG Metall seien viel zu teuer und vom Unternehmen nicht zu stemmen. Auch für 2021 will das Unternehmen keine positive Perspektive sehen. Stattdessen stellten die Arbeitgeber Kosten für die Zuschusszahlungen
zum Kurzarbeitergeld, zurückgehende Projektaufträge und eine unproduktive
Fahrweise infolge der Pandemie bei ihrer Schwarzmalerei in den Vordergrund. Das
Unternehmen stünde unter einem hohen Wettbewerbs-und Kostendruck und sehe deshalb
die Forderungen der IG Metall sehr kritisch.

Die Mitglieder der IG Metall-Verhandlungskommission zeigten sich von der Reaktion des
Arbeitgebers auf die berechtigten Forderungen der IG Metall sehr enttäuscht. Von Unverständnis bis Empörung reicht die Bandbreite der Reaktionen
der rund 9.300 Beschäftigten auf das Verhalten der Volkswagen Group Services-Vertreter,
die ohne eigenen Vorschlag gekommen waren.
»Dass die Arbeitgeber auch heute kein Angebot vorgelegt haben, bedeutet eine mangelnde
Wertschätzung gegenüber der Arbeit unserer Kolleginnen und Kollegen«, so der IG
Metall-Bezirkssekretär und Verhandlungsführer Thilo Reusch verärgert. Die Stammbelegschaft der Volkswagen Group Services GmbH hätte seit Mai 2018 keine Tabellenerhöhung mehr bekommen, müsste aber die Transformation schultern und alle Folgen der Pandemie tragen.

Zumal ein Anziehen der Wirtschaftsleistung nach der Krise hauptsächlich vom pri vaten
Konsum getragen wird. Volkswagen hatte trotz Corona im letzten
Jahr deutliche Gewinne verbucht, was die Forderungen der IG
Metall rechtfertigt. Hierzu haben die Kolleginnen und Kollegen der VW Group Services
GmbH beigetragen. Und die VW Group Services selbst hat sogar trotz einer größeren Fehlinvestition noch einen zweistelligen Millionengewinn gemacht.

Auch wird aktuell ebenfalls mehr als deutlich:
Die tariflichen Freistellungszeiten müssen auf weitere Personengruppen ausgeweitet und
die freien Tage von sechs auf acht erhöht werden. »Die Stammbelegschaft will Verbesserungen bei der Wandlungsmöglichkeit der tariflichen
Zusatzvergütung in freie Tage sehen«, kommentiert Verhandlungsführer Reusch den
Bedarf in den Werken. Er kritisiert die Verhandlungsstrategie
des Arbeitgebers, der auf diese für die IG Metall-Mitglieder sehr wichtige Frage
inhaltlich nicht eingegangen ist.

»Wir erwarten, dass das Unternehmen sich zu allen Forderungen deutlich bewegt und ein verhandlungsfähiges
Angebot vorlegt.«
Der nächste Verhandlungstermin ist für den 3. März 2021 vorgesehen.

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