Heute Warnstreik bei Volkswagen/Sitech/Volkswagen Group Services/MWA

Wenn du das liest bitte 3 mal hupen!!!

(01.03.2021)

UNSERE ANTWORT AUF DIE ARBEITGEBER: WARNSTREIKS
Damit wir am Verhandlungstisch weiterkommen ist deine Unterstützung wichtig. Sei dabei. Beginn deine Arbeitszeit erst um 8:00 Uhr und wir zeigen dem Arbeitgeber das wir auch unter Corona Bedingungen Warnstreiks durchführen können.





Was ist ein Warnstreik?

Mit den Warnstreiks beteiligen sich die Beschäftigten aktiv an den Tarifverhandlungen. Sie stärken und stützen nicht nur unsere Poristion, sondern üben auch öffentlich Druck auf die Arbeitgeberinnen aus. Warnstreiks sind befristete Arbeitsniederlegungen von einigen Stunden. Damit wollen wir und die Beschäftigten die Arbeitgeber zu einem Angebot bewegen oder gegen ein zu geringes Angebot protestieren. Warnstreiks sind ein effektives Druckmittel, um gute Tarifstandards für Mitglieder durchzusetzen.

Wer darf zum Warnstreik aufrufen?

Sobald die Friedenspflicht endet, sind Warnstreiks möglich. Zu den Arbeitsniederlegungen ― egal ob Warnstreik oder Streik ― darf ausschließlich die Gewerkschaft aufrufen. Bei uns ist das in der Regel die jeweilige Bezirksleitung oder, als deren Vertreter, die örtliche IG Metall. Mit dem Aufruf werden Uhrzeit, Dauer und in der Regel auch Treffpunkt für die Aktion vor Ort festgelegt.

Was ist eine Friedenspflicht?

Friedenspflicht bedeutet, dass während der Laufzeit eines gültigen Tarifvertrags keine Arbeitskampfmaßnahmen durchgeführt werden dürfen. Nach Ende der Friedenspflicht können wir zu Warnstreiks aufrufen. Dastun wir in der Regel auch, um den Verhandlungs- und Einigungsdruck auf die Arbeitgeberinnen zu erhöhen.

Sind Warnstreiks erlaubt?

Ja. Warnstreiks sind wie Vollstreiks verfassungsrechtlich als Grundrecht garantiert. Das Streikrecht leitet sich ab von der „Koalitions- und Vereinsfreiheit“, das im Grundgesetz verankert ist (Artikel 9 Absatz 3). Darum darf sich jeder Arbeitnehmer an einem Warnstreik beteiligen ― ob gewerkschaftlich organisiert oder nicht. Wer an einem Warnstreik teilnimmt, muss keine arbeitsrechtlichen Konsequenzen befürchten. Arbeitgeberinnen dürfen Warnstreikende nicht maßregeln und weder während noch nach der Arbeitsniederlegung kündigen. Beschäftigte, die an unseren Warnstreiks teilnehmen, können nicht persönlich haftbar gemacht oder in Regress genommen werden.

Zwar drohen die Arbeitgeberinnen derzeit mal wieder mit juristischen Konsequenzen und behaupten, die Warnstreiks seien rechtswidrig. Das sind jedoch lediglich Störmanöver, um die Beschäftigten zu verunsichern. Tatsächlich sind unsere Tarifforderungen und damit auch die Teilnahme an Warnstreiks rechtmäßig.

Wie sieht es mit Azubis aus?

Außerhalb des Berufsschulunterrichts dürfen sich auch alle Auszubildenden am Warnstreik beteiligen. Schließlich fordern wir auch für sie mehr Geld.

Und Leihbeschäftigte?

Leiharbeiter dürfen an Warnstreiks teilnehmen. Sie dürfen nicht als Streikbrecher eingesetzt werden. Dies ergibt sich aus den DGB-Tarifverträgen zur Leiharbeit, aber auch aus dem seit 1. April 2017 geltenden Arbeitnehmerüberlassungsgesetz, das ein solches Verbot vorsieht.

Unzulässig ist sowohl, dass Leihbeschäftigte im Entleihbetrieb direkt Tätigkeiten von Beschäftigten übernehmen, die sich im Arbeitskampf befinden. Oder auch nur mittelbar von Beschäftigten, die die Tätigkeiten von Beschäftigten übernommen haben, die sich im Arbeitskampf befinden. Der Verleiher hat den Leiharbeitnehmer darauf hinzuweisen, dass er in diesen Fällen das Recht hat, seine Arbeitsleistung zu verweigern.

Muss ich dazu „ausstechen“ oder „ausstempeln“?

Nein, die Teilnahme an Arbeitskampfmaßnahmen sind kollektive Arbeitsniederlegungen, keine „Freizeit“. Deshalb muss die Abwesenheit nicht dokumentiert und Fehlstunden müssen nicht nachgearbeitet werden.

Muss ich mich beim Vorgesetzten abmelden, wenn ich einem Warnstreik- oder Streikaufruf folge?

Nein. Wenn wir zum Warnstreik oder Streik aufgerufen haben, sind die arbeitsvertraglichen Pflichten für die Dauer des Streiks aufgehoben.

Habe ich Anspruch auf Entgelt, wenn ich einem Warnstreik- oder Streikaufruf folge?

Nein. Bei einem Streik gibt es keine Arbeitspflicht, aber eben auch keine Vergütungspflicht des Arbeitgebers. Er kann daher für Streikzeiten das Entgelt kürzen, ebenso die Ausbildungsvergütungen. Er muss dies aber nicht tun.

:: Warnstreikaufruf Sitech (PDF | 188 KiB)

:: Warnstreikaufruf MWA (PDF | 94 KB)

:: Warnstreikaufruf Volkswagen Group Service (PDF | 194 KB)

:: Warnstreikaufruf Volkswagen AG (PDF | 203 KB)



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